Dienstag, 27. September 2016

Blutbuche im trockenen Spätsommer

Eine schöne, mächtige Blutbuche!
Gepflanzt in ca. 150 Jahren, ist sie schon sehr ansehnlich, aber noch kein ungewöhnlich großer oder alter Vertreter.

Sie hat in diesem Jahr sehr reichlich geblüt und gefruchtet; durch die Trockenheit der vergangenen Wochen hat sie schon sehr viel Laub verloren.
In der Ansicht aus der Ferne ist sie deutlich als Blutbuche zu erkennen, aus der Nähe ist sie aber doch schon stark ergrünt. Das ist eine Erscheinung, die bei manchen rotlaubigen Formen auftritt. Hier kommt vielleicht noch dazu - das ist allerdings Spekualtion -, daß es sich um einen Sämling handeln könnte, die bei den Blutbuchen weniger intensiv gefärbt sind, als Veredelungen. Eine Veredelungsnaht ist am Stamm nirgends zu erkennen.
Der Pilz im Stammfußbereich zeigt, daß für diese Buche sich das Ende nähert.

Aber ansonsten ist der Baum mit seinen Details im spätsommerlichen Licht einfach eine Augenweide.











Mittwoch, 21. September 2016

1000-jährige Eiche im Park Sacrow (Potsdam)

1000 Jahre ist diese Eiche natürlich nicht alt!
Aber es ist ein beeindruckendes Exemplar einer Stiel-Eiche, nicht sehr hoch, recht gedrungen gewachsen, mit einem kurzen kräftigen Stamm.
Allerdings ist  sie nicht mehr sehr vital, aus der Krone sind schon einige große Äste herausgebrochen, die Rinde fehlt an größeren Teilen des Stammes, sie wird aber noch ein paar Jahre durchhalten!

(siehe auch: http://www.baumkunde.de/baumregister/2180-eiche_im_sacrower_park_bei_potsdam(tausendjaehrige_eiche)/)






Samstag, 17. September 2016

ungewöhnliche Blätter - Baumbestimmung

Meistens versucht man, bei einem unbekannten Baum, ein Blatt mitzunehmen, in der Vorstellung, Blätter böten die charakteristischsten Merkmale um Bäume zu bestimmen.
Oft stimmt es natürlich, anhand charakteristischer Blätter lassen sich viele Bäume bestimmen.
Nur muß das Blatt auch charakteristisch sein!
Schattenblätter großer Bäume, die ersten Blätter beim Austrieb im Frühjahr, die Blätter von besonders stark wachsenden Trieben - z.B. nach starkem Rückschnitt: alle sind nicht charakteristisch!
Sie haben nicht die typische Form oder sind ungewöhnlich groß.
Ein Beispiel von einer Zitterpappel: eine junge Pflanze, vor einem Jahr komplett gekappt, jetzt mit 2 m langem Neutrieb - und riesengroßen Blättern von ungewöhnlicher Form!
An der Basis ein Seitentrieb mit annähernd normalen Blättern, aber danach muß man lange suchen!



Freitag, 16. September 2016

Sumpfzypresse - männliche Blüten

Die Blüten vieler Bäume sieht man nie, da sie oft hoch oben hängen; außerdem sind sie oft - vor allem auch bei Nadelbäumen - sehr unscheinbar.
Hier hat mal eine Sumpfzypresse, Taxodium distichum, ihre männlichen Blütenstände in Augenhöhe über dem Boden präsentiert!


Donnerstag, 15. September 2016

Blutbuche im Park Sanssouci

Im Park von Schloß Sanssouci steht in der der Nähe der "Römischen Bäder", auf einer Insel im Maschinenteich, eine prächtige Blutbuche! Sie dürfte im 19. Jahrhundert gepflanzt worden sein, im Zuge der teilweisen Umgestaltung des Parks durch Peter Josef Lenné zu einem Landschaftspark.



Sonntag, 28. August 2016

Hortensien im Hochsommer

Eine Region, zu der Hortensien gehören ist die Bretagne. Hier sieht man überall große Sträucher, Hecken von Hortensien, vor allem Bauern-Hortensien in allen Farbtönen zwischen rot und blau.
Natürlich stehen Hortensien auch in vielen anderen Gärten, z.B. auch im Rheinland.
In diesem Jahr waren im Frühsommer, zum Beginn der Blütezeit der Bauern-Hortensien so üppig - Laub und Blüten - wie selten: es hatte im Mai und Juni auch reichlich geregnet.
Wenn man jetzt, gerade nach einigen ungewöhnlich heißen Sommertagen, Hortensien betrachtet, sieht man leider oft, daß sie für den heißen, sonnigen Sommer nicht so geeignet sind. Selbst im feuchten Boden welken Blätter und Blüten, doch Blüten vertrocknen schneller, als daß sie verblühen. Die Hortensien verbrauchen mehr Wasser, wenn sie in Hitze und voller Sonne stehen, als sie aufnehmen können - selbst wenn der Boden genügend Reserven hat!
Man kann an vielen Stellen gar nicht soviel gießen, wie man möchte; man kann nur hoffen, daß die Pflanzen den Streß überstehen.

Dabei sind die verschiedenen Arten unterschiedlich empfindlich; auch wenn die Bauern-Hortensien Blattschäden zeigen, so sind ihre Blätter robuster als z.B. die der Ball-Hortensie (Hydrangea arborea) oder auch der Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata).
Ein paar - etwas traurige - Beispiele ...





Dienstag, 23. August 2016

Metrosideros bartlettii

Ein extrem seltener Baum und hoch gefährdet!
Es handelt sich um eine Myrtaceae aus Neuseeland, die Art wurde erst 1975 entdeckt und es sind derzeit nur 25 Exemplare in der Natur bekannt. Damit ist er in seiner Seltenheit und Gefährdung mit der berühmten Wollemie aus Australien vergleichbar!
Der Baum wächst von oben nach unten, d.h. er beginnt als Epiphyt und erreicht erst im Laufe seines Wachstums den Boden um sich dort zu verwurzeln.
Da die Blüten zur Samenbildung auf Fremdbestäubung angewiesen sind, ist eine generative Vermehrung bei dieser geringen Population kaum möglich.
Die global tree campaign stellt den Baum auf ihrer Seite vor (Quelle: http://globaltrees.org/threatened-trees/trees/bartletts-rata/).
Weitere Informationen sind auch bei wikipedia  verfügbar.
Sehr schöne Bilder dieses Baumes zeigt Dayne Laird auf der Seite einer Spezialgärtnerei (sie lassen sich leider nicht einbinden)